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Kartoffeln: Früher Stängelbefall durch Krautfäule

Erste Kartoffelbestände sind bereits von Krautfäule befallen oder stark gefährdet. Jetzt gilt es, sofort zu handeln und selbst kleine Kartoffelpflanzen zu schützen.

Lesezeit: 2 Minuten

Unsere Autorin: Christin Böckenförde, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Dies ist ein Auszug aus den Pflanzenschutzempfehlungen vom 17.5.2023.

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Stängelphytophthora tritt bereits im Rheinland und im Südwesten auf. Durch die ergiebigen Niederschläge und der daraus resultierenden hohen Bodenfeuchte hat sich aus latent infizierten Pflanzknollen ein früher Befall entwickelt. Und es kann sein, dass die Kartoffelpflanzen schon mit Symptomen auflaufen.

Phytophthora infiziert aus der Mutterknolle

Der KrautfäulepilzPhytophthora infestans kann von der infizierten Knolle aus im Stängel direkt nach oben wachsen. Bei hoher Bodenfeuchte bzw. Staunässe sporuliert er auch auf der Oberfläche der Mutterknolle. Symptome sind ca. 10 bis 14 Tagen später sichtbar. Bodenwasser kann den Erreger von Pflanze zu Pflanze und von Reihe zu Reihe transportieren. Es bilden sich die typischen Krautfäulenester aus, bis hin zum großflächigen Stängel- und Wipfelbefall. Dies zeigte sich im Jahr 2021 besonders im Rheinland.

Gegen Krautfäule mit zwei Stoppspritzungen

Behandeln Sie befallene Bestände sofort mit Stoppspritzungen in voller Aufwandmenge. Dafür eignen sich cymoxanilhaltige Fungizide (z. B. Carial Flex, Curzate 60 WG, Cymox WG, Cymbal Flow, Plexus) + sporizide Partner. Diese sind z. B. Carneol, Frowncide, Nando 500 SC, Ohayo, Ranman Top, Shirlan, Terminus. Alternativ können Sie Reboot + Leimay, Rival Duo/Omix Duo + Carneol, Simpro oder Infinito + jeweils einen sporiziden Partner einsetzen.

Die zweite Stoppspritzung muss im Abstand von drei bis vier Tagen erfolgen. Setzen Sie dieselben Mittel wie zuvor ein. Alternativ eignen sich z. B. Banjo Forte, Presidium, Revus, Revus Top, Versilus, Voyager + jeweils ein sporizider Partner. Gegebenenfalls sollten weitere Stoppspritzungen durchgeführt werden. Größere Befallsnester sind z. B. mit Sikkativ + sporiziden Partner (gegebenenfalls halbe Aufwandmenge) zu beseitigen.

Risikoflächen zeitnah schützen

Kartoffeln auf Risikoflächen sollten Sie sofort mit systemischen Mitteln (z. B. Zorvec Endavia, Zorvec Enicade + Gaschinko, Infinito, Rival Duo/Omix Duo/Simpro + sporiziden Partner) in vollen Aufwandmengen behandeln – auch wenn die Kartoffeln erst 10 cm groß sind. In eigenen Versuchen wurden 2021 mit Zorvec Endavia und Zorvec Enicade die besten und nachhaltigsten Ergebnisse erzielt.

In den Folgebehandlungen kann man wieder systemische Mittel einsetzen. Um Resistenzen zu vermeiden, sind die Wirkstoffe möglichst zu wechseln. Wenn die Stängelphytophthora im frühen Stadium nicht verhindert wird, ist sie später nur schwer und sehr kostenintensiv einzudämmen, auch das zeigte sich 2021.

Beachten Sie bitte die Zulassung, Gebrauchsanleitung und regionale Hinweise.

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