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topplus Mehr PV angepeilt

Niedersachsen: Freiflächen-PV auf mehr als 50 Bodenpunkten künftig verboten

Niedersachsens Klimaschutzgesetz setzt strenge Emissionsziele fürs Moor, schreibt Dach-PV bei Sanierungen vor und regelt den Ausbau von Freiflächen-PV. Für Landwirte bleiben viele Fragen.

Lesezeit: 2 Minuten

Niedersachsen geht beim Klimaschutz voran: Hintergrund ist das neue Klimaschutzgesetz mit dem Ziel, bereits 2040 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Zum Vergleich: Deutschland will erst 20245 klimaneutral sein.

Niedersachsen setzt u.a. folgende Ziele: Auf mind. 0,5 % der Landesfläche sollen bis zum Jahr 2033 Freiflächen-PV stehen, bestehende Anlagen werde eingerechnet. Insbesondere sollen bebaut werden:

  • kohlenstoffreiche Böden, für die die Möglichkeit der Wiedervernässung besteht,
  • Böden mit Feuchtestufe kleiner 3 oder größer acht
  • altlastenverdächtigen Flächen sowie
  • Ackerflächen mit einer mind. hohen potenziellen Erosionsgefährdung durch Wasser.

Aber: Böden mit über 50 Bodenpunkten sind ausgeschlossen, dort ist nur Agri-PV (höchstens 15 % Flächenanteil PV-Anlagen) erlaubt. Angepeilt sind im Jahr 2035 insgesamt 50 GW Strom aus Solar, mind. 50 GW aus anderen als Freiflächenanlagen.

Windenergie: Bis 2035 werden insgesamt 30 Gigawatt installierte Leistung für Windstrom auf 2,2 % der Landesfläche angestrebt.

Moorbewirtschaftung: Die Treibhausgasemissionen aus kohlenstoffreichen Böden soll gegenüber 2020 bis 2030 um 1,65 Mio. t sinken.

Landwirte wollen endlich wissen, was die Emissionsziele für sie bedeuten

Das Landvolk Niedersachsen kritisiert die neuen Pläne der Landesregierung. Es müsse endlich eine Folgenabschätzung her, fordert Landvolk-Präsident Dr. Holger Hennies: „Die sogenannte bilanzielle ‚Klimaneutralität‘ schon in 2040 kann man sich vielleicht noch mit einem Ausbau an Erneuerbaren Energien auch für den Bedarf in anderen Ländern schön rechnen. In vielen Sektoren wie der Land- und Ernährungswirtschaft lügt man sich am Ende aber in die eigene Tasche, wenn es zur Umsetzung der Minderungsziele für 2030 und 2035 zu einem erzwungenen Produktionsverzicht kommt, aber die weltweit weiter steigende Nachfrage wie bei Nahrungsmitteln zukünftig weniger klimaeffizient aus dem Ausland bedient wird“, so der Landwirt.

Die Bauern begrüßen zwar die Konzentration auf die landeseigenen Moorflächen, für den Umstieg von Milchviehhaltung auf eine nasse Nutzung hätten sie sich aber eine stärkere Lenkung der Ziele für den Ausbau bei Photovoltaik gewünscht.

Was außerdem fehle, ist eine Grundlage für den Umgang mit Böden, die im Zuge des Emslandplanes und späterer staatlicher Kultivierungsmaßnahmen tiefgepflügt wurden und keinen Moorboden mehr darstellen, so Hennies.

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