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Auernhammer: An Biokraftstoffen führt kein Weg vorbei

Der CSU-Politiker Auernhammer ist auf Konfrontationskurs mit Cem Özdemir und Steffi Lemke, die beide aus Biokraftstoffen aussteigen wollen, die auf Anbaubiomasse wie Getreide und Raps basiert.

Lesezeit: 3 Minuten

An nachhaltig erzeugten Biokraftstoffen führt kein Weg vorbei, will Deutschland seine ambitionierten Klimaziele im Verkehr schaffen. Das hat der Vorsitzende des Bundesverbandes Bioenergie (BBE), Artur Auernhammer, zum Auftakt des 20. Fachkongresses für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft“ heute in Berlin nochmals klargestellt.

„Klimaschutz im Verkehr ist ohne Biodiesel, Bioethanol und Biomethan nicht denkbar“, ist Auernhammer fest überzeugt. Vor diesem Hintergrund ist für ihn nicht nachvollziehbar, dass Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir im Verbund mit seiner für Umweltthemen zuständigen Kabinettskollegin Steffi Lemke wiederholt die Bedeutung und damit die Zukunft von nachhaltig zertifizierten Biokraftstoffen aus Anbaubiomasse in Frage stellt und eine Absenkung der Obergrenze plant.

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Biokraftstoffe zertifiziert nachhaltig

Gesetzliche Voraussetzung für den Marktzugang der Biokraftstoffe sei schließlich deren zertifizierte Nachhaltigkeit, gab der BBE-Vorsitzende zu bedenken. Die Pläne der beiden Bundesminister würden den Klimaschutz im Verkehr um Jahre zurückwerfen und einen massiven Vertrauensverlust in die deutsche Klimapolitik bedeuten. „Wir lehnen die angekündigte Gesetzesänderung deshalb in aller Deutlichkeit ab und fordern, den Klimaschutz im Verkehr nicht politischen Profilierungen innerhalb der Regierung zu opfern“, betonte Auernhammer.

Bundesverkehrsministerium will auf alle Technologien setzen

Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium (BMDV), verwies auf die von seinem Haus propagierte Technologieoffenheit, was den Antrieb der Zukunft angeht: „Um unsere Klimaziele im Verkehr zu erreichen, müssen wir auf alle verfügbaren klimafreundlichen Technologien zurückgreifen. Das ist enorm wichtig, denn nicht jede Anwendung im Verkehr lässt sich elektrifizieren oder anderweitig effizient klimaneutral gestalten.“. Für das Verkehrsressort seien erneuerbare Kraftstoffe ein wichtiger Bestandteil des Technologiemixes der Zukunft, erklärte Luksic.

Mit dem technologieoffenen und verkehrsträgerübergreifenden BMDV-Gesamtkonzept „Erneuerbare Kraftstoffe“ fördere man deshalb die Weiterentwicklung und den Markthochlauf fortschrittlicher Biokraftstoffe und E-Fuels, erläuterte der Staatssekretär. Dafür stünden bis zum Jahr 2026 insgesamt 1,9 Mrd Euro zur Verfügung. Erneuerbare Kraftstoffe sind für Luksic ein elementarer Bestandteil des Technologiemixes der Zukunft. „Tank gegen Teller ist nicht das Thema“, unterstrich er.

Lins: Mit Biokraftstoffpolitik Biodiversität steigern

Auch für den Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses im Europaparlament, Norbert Lins, steht fest, dass die Klimaziele im Verkehr ohne Biokraftstoffe nicht zu schaffen sind. „Biokraftstoffe sind sowohl auf Basis nachhaltiger Anbaubiomasse als auch auf Basis biobasierter Rest- und Abfallstoffe in vielerlei Hinsicht einsetzbar und auf absehbare Zeit sehr gut geeignet“, erklärte der CDU-Politiker. Die Landwirtschaft sei in der Lage, hier ihren Teil beizutragen, ohne die Ernährungssicherheit zu gefährden.

„Wir brauchen eine Biokraftstoffpolitik, die einen elementaren Beitrag für den Klimaschutz leistet und gleichzeitig die heimische Eiweißpflanzenproduktion voranbringt“, so Lins. Dies steigere die Biodiversität bei den Anbaukulturen und stärke die regionale Wertschöpfung.

Insgesamt 700 Teilnehmer aus aller Welt konnte die deutsche Biokraftstoffwirtschaft am ersten Tag des Kongresses begrüßen. Veranstalter der Fachveranstaltung sind neben dem Bundesverband Bioenergie (BBE) die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP), der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), der Fachverband Biogas (FvB) sowie der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).

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