Lebensmittelhandel

Agrardialog pocht auf Augenhöhe in Gesprächen mit dem Handel

Der Lebensmitteleinzelhandel will nur noch in einem Gesprächsformat mit der Landwirtschaft verhandeln. Die Teilnehmer des Agrardialogs fürchten um ihren Einfluss in der neuen Koordinationszentrale.

Der Handelsverband Lebensmittel (BVLH) will seine bisher mit dem Agrardialog geführten Gespräche mit der Landwirtschaft in die neu geschaffene Koordinationszentrale Handel-Landwirtschaft überführen. "Der verbreitete Eindruck, der LEH zieht sich mir nichts dir nichts aus dem Agrardialog zurück, ist falsch. Der LEH hat bereits frühzeitig angekündigt, dass eine Überführung des Agrardialogs in die Zentrale Koordination Handel-Landwirtschaft (ZKHL) geplant ist“, teilt der BVLH gegenüber top agrar mit. Der BVLH habe das Ziel, „alle erarbeiteten Inhalte auf der neuen Plattform zu erhalten und weiterzuentwickeln“, heißt es weiter.

Agrardialog will nicht in der Koordinierungszentrale unter gehen

Die Ankündigung, nun ernst zu machen mit der Überführung der Gespräche, sorgt unter den Teilnehmern des Agrardialogs aus der Landwirtschaft für Besorgnis und Verärgerung. Sie fürchten um ihren Einfluss in den Gesprächen in der neu geschaffenen Koordinationszentrale Handel-Landwirtschaft, berichten mehrere Teilnehmer gegenüber top agrar. Noch für den heutigen Montag kündigen sie eine gemeinsame Stellungnahme an, mit Bedingungen, die sie an die Teilnahme an der Koordinierungszentrale knüpfen. Im Laufe dieser Woche gibt es mehrere Gespräche zwischen den Teilnehmern des Agrardialogs und der neuen Koordinierungszentrale.

Gemeinsamer Ansatz der Landwirtschaft bisher nicht gelungen

Anfang September hatten der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) und der Handelsverband Deutschland (HDE) die Koordinierungszentrale Handel-Landwirtschaft offiziell als Verein gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch der BVLH, der gemeinsam mit einzelnen...


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