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topplus Gespräche mit dem Handel

Der Agrardialog spaltet sich auf

Die Verbände des Agrardialogs gehen verschiedene Wege. Ein Teil will unter dem Namen „Netzwerk Agrar“ mit der Koordinationszentrale Handel-Landwirtschaft zusammen arbeiten. Andere schließen das aus.

Lesezeit: 3 Minuten

Das Verbändebündnis, das seit Anfang 2021 unter dem Namen „Agrardialog“ viele Gespräche und Verhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel geführt hat, zerbricht. Grund ist die Frage der Zusammenarbeit mit der Koordinationszentrale Handel-Landwirtschaft (ZKHL), die vom Bauern-, Raiffeisen und Handelsverband ins Leben gerufen worden war.

Freie Bauern, AbL und Milch-Verbände wollen nicht in die ZKHL

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Anfang der Woche teilten die Freien Bauern (FB), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), das European Milk Board (EMB) und die MEG Milch Board mit, dass sie den Weg in die ZKHL nicht mitgehen werden. In den Gesprächen der vergangenen Wochen mit den Initiatoren der ZKHL haben sich nach ihrer Darstellung nicht solche Anpassungen an der ZKHL-Satzung ergeben, die ein Mitwirken der Verbändegemeinschaft auf Augenhöhe ermöglicht hätten. Die fünf Organisationen bewerten die ZKHL als „parallele Gesprächsebene, die vor allem der Schwächung des Agrardialogs diente“.

8 Verbände rund um LsV bereiten Zusammenarbeit vor

Ein zweiter Teil der ursprünglichen Agrardialog Verbände hingegen hat diese Woche einen Dachverband gegründet, der es ermöglichen soll, mit der ZKHL zusammen zu arbeiten. Dafür tun sich unter dem Namen „Netzwerk Agrar“ die acht Organisationen Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch e.V., Netzwerk Sauenhaltung Schleswig-Holstein e.V., VzF GmbH, VzF e.V., Bauernverband Nordostniedersachsen e.V., Landwirtschaft verbindet Deutschland e.V., Kreislandvolkverband Friesland e.V. und Land schafft Verbindung e. V. zusammen. „Unter dem gemeinsamen Dach Netzwerk Agrar wird die sachorientierte, verbandsübergreifende Zusammenarbeit zu aktuellen Fragestellungen der landwirtschaftlichen Produktion und zur Zukunftsausrichtung der Landwirtschaft fortgeführt“, schreiben die acht Verbände in ihrer Pressemitteilung zu ihrer Gründung. Als eingetragener Verein will sich das neue Netzwerk gemeinsam gegenüber Institutionen, Verbänden, Vereinen und Wirtschaft positionieren. Dabei gibt es sich betont offen gegenüber allen Gesprächspartnern.

Netzwerk Agrar will Ansprechpartner für Wirtschaft und Politik sein

Im Vordergrund der Arbeit des Netzwerks Agrar stehe die Betrachtung wirtschaftlicher Zusammenhänge innerhalb der Wertschöpfungsketten und deren lösungsorientierte Beeinflussung für wirtschaftlich verbesserte und in die Zukunft gerichtete Lösungen für die deutsche Landwirtschaft, heißt es weiter. Die Verbände wollen aber auch im politischen und gesellschaftlichen Bereich gemeinsam als Ansprechpartner wahrgenommen werden.

Handel legte sich schon im Herbst auf die ZKHL fest

Seit Monaten ringen die Verbände des Agrardialogs und die ZKHL um ihre gegenseitige Anerkennung und Zusammenarbeit. Die Gespräche des Agrardialogs waren aus den Protesten vor den Zentrallagern im Winter 2020/21 hervor gegangen. Sie hatten sich unter der Moderation der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) vor allem mit dem Handelsverband Lebensmittel (BVLH) und einzelnen Handelshäusern in den Arbeitsgruppen Milch, Schwein und Herkunftskennzeichnung ausgetauscht. Im März 2021 beschlossen die Wirtschaftsverbände DBV, DRV und HDE eine gemeinsame Koordinationszentrale Handel-Landwirtschaft zu schaffen, deren Gründung als Verein im September 2021 erfolgte. Daraufhin entschieden die am Agrardialog beteiligten Händler, in die ZHKL als alleinige Gesprächsplattform zwischen Handel und Landwirtschaft zu wechseln. Von den Landwirtschaftsverbänden aus dem Agrardialog tun dies nun nur ein Teil.

Arbeiten am Herkunftskennzeichen laufen

Die ZKHL will nach eigenem Bekunden ihre Gespräche vor allem auf die Herkunftskennzeichnung fokussieren, die auch von der neuen Regierung im Koalitionsvertrag angeführt wird. Sie arbeitet dafür an einem Wirtschaftsvorschlag unter dem Slogan „Frische Lebensmittel aus Deutschland“. Die Herkunftskennzeichnung hatte auch in den Gesprächen des Agrardialogs einen großen Stellenwert. Die Verbände beanspruchen für sich, die Diskussion um 5 x D in vielen Sitzungen angestoßen und vorangebracht zu haben.

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