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Pestizidatlas: Druck zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln steigt

Mit dem Pestizidatlas drängt ein Umweltbündnis die Regierung zur Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatz. Es sieht die junge Generation hinter sich. Und öffnet eine Tür für die Landwirtschaft.

Die Bundesregierung soll den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln national, europäisch und weltweit weitreichender reduzieren als bisher geplant. Das fordern die Heinrich-Böll-Stiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany). Am Mittwoch stellte das Bündnis in Berlin ihren „Pestizidatlas 2022“ vor, eine Zusammenstellung von Aufsätzen über den nationalen, europäischen und weltweiten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Lebensmittelproduktion und dessen Folgen.

Pflanzenschutzmitteleinsatz steigt weltweit und stagniert in Europa

„Das Thema ist überfällig“, sagte Barbara Unmüßig aus dem Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung bei der Veröffentlichung in Berlin. Weltweit sei die Menge eingesetzter Pflanzenschutzmittel seit 1990 um 80 % gestiegen. In Europa stagniere die Einsatzmenge. Für Deutschland hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel (BVL) im Dezember einen Inlandsabsatz von Pflanzenschutz-Wirkstoffen (ohne inerte Gase) von 27.813 t gemeldet. Die Menge war nach den trockenen Jahren 2018 und 2019, wo der Pflanzenschutzmitteleinsatz merklich gesunken war, wieder leicht angestiegen.

Forderung nach einer Reduktionsvorgabe in Deutschland

„Wir brauchen mindestens die Halbierung der Pestizideinsätze weltweit“, forderte Unmüßig. In Europa sei mit dem Green-Deal und der Farm-to-Fork Strategie, die eine Halbierung des Einsatzes bis 2030 vorsieht, bereits eine „gute Vorlage“...

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