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SPD und Grüne schlagen Mehrwertsteuer-Senkung für Soja- und Haferdrinks vor

Da immer mehr Menschen Haferdrinks statt Kuhmilch kaufen, schlagen SPD und Grüne eine Senkung der Mehrwertsteuer für pflanzliche Milchalternativen vor.

Lesezeit: 2 Minuten

Milchersatzprodukte auf pflanzlicher Basis werden bei den Verbrauchern immer beliebter. Darauf wollen nun Politiker von SPD und Grünen reagieren und den Mehrwertsteuersatz für pflanzliche Drinks mit dem von Kuhmilch gleichsetzen: Echte Milch wird mit 7 % besteuert, die Alternativen bislang mit 19 %.

Die Politiker greifen damit einen Trend auf: Laut dem Marktforschungsunternehmen "POSpulse" verzichten Verbraucher unter anderem wegen des Tierschutzes, des Umwelt- und Klimaschutzes oder wegen Unverträglichkeiten bewusst auf Milchprodukte, schreibt der WDR. Einige Menschen geben auch an, dass sie Milchprodukte für ungesund halten.

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Die Welt am Sonntag erwähnt neben der vermehrten Nachfrage durch Veganer auch Menschen mit Unverträglichkeiten. So stieg der Absatz von Alternativen zur Kuhmilch im vergangenen Jahr gemessen an Packungen um 14 %, während der Konsum von Kuhmilch um 6 % sank.

Nach vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft erreichte der Pro-Kopf-Verbrauch von Kuhmilch im Jahr 2022 mit 46,1 kg ein erneutes Rekordtief. Das sei der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1991. "Statista Consumer Market Insights" informiert währenddessen, dass der Pro-Kopf-Absatz von Hafer-, Soja-, Mandelmilch und Co. zwischen 2014 und 2022 um das Vierfache gestiegen ist.

Stimmen

Lange überfällig hält so eine Anpassung der SPD-Steuerexperte Tim Klüssendorf. Gegenüber der Welt am Sonntag sagte er, dass man die Senkung kurzfristig im Rahmen der anstehenden Verhandlungen zum Jahressteuergesetz zum 1. Januar 2024 umsetzen könne.

Auch Grünen-Politiker Bruno Hönel findet die Ungleichbehandlung nicht zeitgemäß: "Mit dem Wandel der Ernährungsgewohnheiten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ist etwa Pflanzen-Milch für viele eine alltägliche Alternative zu Kuhmilch geworden. Zudem ist sie klimafreundlicher", sagte er der "Welt am Sonntag". Eine mögliche Umsetzung sei aber "abhängig von den Haushaltsspielräumen".

Der FDP-Steuerexperte Till Mansmann tritt mit Blick auf den Haushalt allerdings auf die Bremse. Zunächst müsse die Steuerschätzung im Herbst abgewartet werden. Aus seiner Sicht könne es aber auch nicht darum gehen, weiter Flickschusterei zu betreiben. „Man muss die ganze Umsatzsteuer mal auf den Prüfstand stellen“, sagte er.

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