GAP-Reform

Özdemir will Fruchtfolge-Pflicht auf 2024 verschieben

Agrarminister Cem Özdemir greift bei der Pflicht zum Fruchtwechsel in der neuen GAP-Reform ein. Sie soll auf 2024 verschoben werden, damit im Herbst nochmal Stoppelweizen möglich ist.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) setzt sich bei der EU-Kommission für einen Aufschub der Fruchtwechsel-Pflicht in der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ein, bestätigte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) gegenüber top agrar. Diese soll danach nicht schon ab 2023 sondern frühestens ab 2024 gelten.

Als Begründung zieht Özdemir eine Unterstützung für den Weizenanbau in Deutschland heran. Denn mit dem Aufschub kann im Herbst 2022 noch einmal Stoppelweizen, also Weizen nach Weizen, angebaut werden. Dies wäre eigentlich mit Inkrafttreten der neuen GAP ab 2023 untersagt gewesen, wenn Landwirte ab 2023 EU-Agrarzahlungen erhalten wollen.

Ernährungssicherung als Begründung für Stoppelweizen Erlaubnis

„Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die Auswirkungen auf weltweite Ernährungssicherung bereiten uns allen Sorgen", sagte Özdemir. Er setze sich deshalb in Brüssel dafür ein, dass die neue Regelung zum Fruchtwechsel verschoben werde, „damit unsere Bauern mehr Weizen produzieren können“, so Özdemir weiter. Andernfalls könne schon bei dieser Herbstaussaat nicht mehr Weizen auf Weizen angebaut werden.

Der Vorteil sei, so Özdemir, „wir erhalten die wenigen Flächen für den Artenschutz.“ Seien diese Vielfaltsflächen erstmal verschwunden, gebe es auch nichts mehr zu schützen. Versorgungssicherheit und Klimaschutz...

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