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topplus Schutzstatus Wolf

Regierung plant keine Anpassung des Wolf-Schutzstatus

Die Bundesregierung plant keine Überprüfung und Anpassung des Schutzstatus des Wolfes abhängig von der Populationsentwicklung innerhalb der FFH-Richtlinie.

Lesezeit: 3 Minuten

Auf eine Kleine Anfrage der AfD, die die zunehmende Population und die damit einhergehende Steigung von Nutztierrissen durch den Wolf aufgreift, antwortet die Bundesregierung mit einem Verweis auf eine frühere FDP-Anfrage.

Dort heißt es, dass der Wolf laut Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) in Deutschland eine streng zu schützende Art von gemeinschaftlichem Interesse sei. Eine Überprüfung und Anpassung des Schutzstatus in Abhängigkeit von der Populationsentwicklung sei in der FFH-Richtlinie grundsätzlich nicht vorgesehen. Die FFH-Richtlinie sehe auch für Arten in einem günstigen Erhaltungszustand weiterhin Schutzmaßnahmen vor.

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Ziel der FFH-Richtlinie ist die "Sicherung der Artenvielfalt durch die Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen im europäischen Gebiet der Mitgliedstaaten" (Artikel 2).

Wolf als "ungünstig-schlecht" bewertet

Der "günstige Erhaltungszustand", der den Wolf unter Schutz stellt, wird laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) wie folgt festgelegt:

"Wölfe leben jetzt und auch in Zukunft überall dort, wo sie von Natur aus leben können; der Lebensraum und das Nahrungsangebot jetzt und auch zukünftig wird ausreichen, um das Überleben der Wölfe langfristig zu sichern. Die Anzahl der Wölfe ist außerdem ausreichend groß, dass die Wölfe auch in Zukunft nicht wieder aussterben können, zum Beispiel durch Krankheiten, Verkehrsunfälle oder Wilderei."

Trotz der Vermehrung der Wölfe in Deutschland wurde bislang aufgrund der noch zu geringen Anzahl und Verbreitung der Wölfe deren Erhaltungszustand mit "ungünstig-schlecht" bewertet. Erst wenn es Wölfe auch in bisher nicht vom Wolf besiedelten aber besiedelungsfähigen Gebieten gibt und die Anzahl so groß ist, dass der Wolf auch langfristig in Deutschland ohne Inzuchterscheinungen überleben kann, kann sein Erhaltungszustand mit "günstig" bewertet werden.

Das Thema Wolf ist zur Zeit wieder in aller Munde. Ein Grund dafür sind die in der letzten Novemberwoche veröffentlichten Bestandszahlen des DBBW. Ein weiterer Grund war die Annahme des EU-Parlamentsvorschlages zur Abschwächung des Schutzstatus durch die Kommission. Laut Ursula von der Leyen (EU-Kommissionspräsidentin) biete die FFH-Richtlinie durchaus Raum für die einzelnen Staaten, um auf wachsende Populationen zu reagieren.

Übrigens: Das Pony von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wurde wirklich vom Wolf gerissen - wir berichteten. Genetische Untersuchungen bestätigen nun, dass es im Sommer der Wolf mit der Kennung GW950m war. Der Rüde gehört zum Rudel Burgdorf und hat bereits mehrere Nutztiere wie Schafe, Rinder und Pferde getötet. Mehr beim NDR...

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