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Sarah Wiener: „Eigentlich wollen wir alle Pestizide verbieten.“

Die Österreicherin verantwortet die neue EU-Pflanzenschutzverordnung im Europaparlament. Sie ist für strenge Reduktionsregeln, erwartet allerdings heftigen Widerstand.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Europaabgeordnete Sarah Wiener (Grüne) wünscht sich strenge Reduktionsziele für den zukünftigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der EU. Das sagte sie bei der Vorstellung des „Pestizid Atlas“ der Heinrich-Böll-Stiftung, der parteinahen Stiftung von Bündnis 90/Die Grünen, am Dienstag in Brüssel.

Die ehemalige Fernsehköchin und Bio-Bäuerin wird die Verordnung zur nachhaltigen Verwendung von Pestiziden („SUR-Verordnung“) als Berichterstatterin federführend für das Europaparlament mit der EU-Kommission und den EU-Mitgliedstaaten verhandeln.

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Regeln zu Schutzgebieten „Schwachpunkte“

„Eigentlich wollen wir alle Pestizide verbieten. Aber das ist praktisch kaum möglich“, stellte Wiener in Brüssel klar. Auf top agrar-Nachfrage gab Wiener zu bedenken, dass Pflanzenschutzmittel in bestimmten Bereichen unverzichtbar seien. „Gerade im Wein- und Gemüseanbau können wir nur sehr schwer auf Pestizide verzichten“, so Wiener. Aus diesem Grund sehe sie die geplanten Komplettverbote in Schutzgebieten in Teilen kritisch: „Da gibt es durchaus noch Schwachpunkte.“

Keinen Zweifel ließ Wiener jedoch daran, dass die Einsatzmengen im Pflanzenschutz sinken müssten. „Das kann jedoch nicht nur nach Menge gehen. Wir müssen geeignete Risikoindikatoren einführen“, kritisierte Wiener den aktuellen Vorschlag der EU-Kommission. Die Kommission verfolgt einen Ansatz, der vor allem die verwendeten Mengen in den Fokus nimmt.

Wiener erwartet Widerstand

Für ihre Position zur neuen EU-Pflanzenschutzverordnung erwartet Wiener Widerstand. Sie gehe von einem „großen Kampf“ innerhalb des Europaparlaments aus. Die Parlamentarier müssen um eine gemeinsame Position für die Pläne der EU-Kommission ringen. Aber auch im Kreise der Mitgliedstaaten sieht Wiener einige Vorbehalte gegenüber dem neuen Pflanzenschutzgesetz.

Langwieriger Prozess

Hat das Europaparlament eine gemeinsame Position gefunden, muss Wiener mit einer kleinen Gruppe von Parlamentariern einen Kompromiss mit den Mitgliedstaaten und der EU-Kommission erarbeiten. Das geschieht im sogenannten Trilog. Der wird jedoch frühestens im zweiten Quartal des nächsten Jahres beginnen.

Pestizidatlas EU-Ausgabe

Nachdem die Heinrich-Böll-Stiftung Anfang des Jahres einen Pestizid Atlas für Deutschland vorgestellt hat, präsentierte sie am Dienstag eine EU-Ausgabe. Die Autorinnen und Autoren beklagen, dass die Nutzung von Pflanzenschutzmitteln in der EU aber auch global große Schäden für Menschen und Umwelt mit sich bringe. Sie fordern beispielsweise, die Effekte von chemischen Wirkstoffen auf gesamte Öko-Systeme zu prüfen und im Zulassungsprozess zu berücksichtigen. Die komplette Veröffentlichung finden Sie hier.

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