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Neuer EU-Vorschlag?

Von der Leyen offen für neuen Schutzstatus für den Wolf

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigt eine neue Herangehensweise an den Wolf an. Gezielte Abschüsse sind nur mit einer Herabsetzung des Schutzstatus auf EU-Ebene möglich.

Lesezeit: 3 Minuten

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich grundsätzlich offen für eine Absenkung des strengen Schutzstatus des Wolfes gezeigt. „Es ist richtig, dass die gefährdete Art geschützt werden muss. Aber wenn in bestimmten Regionen die Art nicht mehr gefährdet ist, müssen wir auch anders mit dem Wolf umgehen und ihn zum Beispiel bejagen", sagte sie am Dienstag nach einer gemeinsamen Sitzung mit dem bayerischen Kabinett in München unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Zwar sei der Schutz des Wolfes völkerrechtlich geregelt und dieser basiere auf den vorgelegten Zahlen zur Populationsentwicklung der Wölfe, es müsse aber auch die Lebenswirklichkeit der Menschen vor Ort beachtet werden. Es sei naheliegend, „dass die Populationsdichte des Wolfes im Ruhrgebiet anders ist als in den ländlichen Regionen in Bayern oder zum Beispiel in Niedersachsen“, zitiert die Deutsche Presseagentur (dpa) von der Leyen.

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EU-Kommission will andere Herangehensweise vorschlagen

Die EU-Kommission werde eine andere Herangehensweise vorschlagen, derzeit laufe aber noch die entsprechende Datensammlung aus den Mitgliedsstaaten. „Wir wollen detaillierter heruntergebrochen auf die Regionen die Zahlen und Daten haben, damit wir ein klareres Bild auch kriegen, wie die Realität vor Ort aussieht“, sagte von der Leyen.

Die Kommissionpräsidentin appellierte an alle EU-Staaten, die Daten zu den Wölfen zu übermitteln. "Damit wir dann auch die Auslegung der Gesetze anpassen können“, sagte sie.

Wolf riss von der Leyens Pony

Von der Leyen selbst war im Jahr 2022 von dem Thema betroffen. Ein Wolf hatte ihr Pony auf einer Koppel in Burgdorf in der Region Hannover gerissen.

Bisher genießen Wölfe in Europa einen hohen Schutzstatus, sowohl nach Bundes- als auch EU-Recht. In einigen Regionen Europas, darunter auch in Bayern, wird der Schutzstatus aber aufgrund größerer Populationen angezweifelt und in der Folge auch eine Absenkung des Schutzstatus gefordert.

Lemke ruft Länder zum Abschuss von Problemwölfen auf

In Deutschland ist Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) für den Wolf zuständig. Sie hat kürzlich eine weitere Dialogreihe zum Wolf initiiert. Zudem ermuntert sie die Bundesländer, mehr von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, „Problemwölfe“ zu schießen. Dafür will sie einen Leitfaden für Wolfsabschüsse praxistauglicher und unbürokratischer ausgestalten.

Das reicht jedoch insbesondere den betroffenen Weidetierhaltern nicht aus. Der Deutsche Bauernverband (DBV) fordert zum Beispiel gezielte Abschusspläne.

Bisher kein Abschuss in Bayern nach neuer Wolfsverordnung

Bayern hatte zum 1. Mai eine eigene Verordnung erlassen, die einen leichteren Abschuss von Wölfen erlaubt, etwa wenn sie sich Menschen auf unter 30 Meter nähern oder wenn sie über mehrere Tage in einem Umkreis von weniger als 200 Metern von geschlossenen Ortschaften, Gebäuden oder Stallungen gesehen werden. Bisher ist kein Fall bekannt, wo ein Wolf wegen der Neuregelung in Bayern abgeschossen wurde.

Gegen die Regelung hat der Bund Naturschutz in Bayern Klage eingereicht - er fordert die Aufhebung der Regelung und pocht auf eine Fortführung des Schutzstatus.

Auch in anderen europäischen Regionen wie Tirol sind bereits Sonderregeln zum Abschuss des Wolfes in Kraft. In Deutschland strebt aktuell Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) einen erleichterten Abschuss von "Problemwölfen" an.

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