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topplus Rezession droht

Ifo-Institut erwartet weitere Preissteigerungen bei Lebensmitteln

Die Nahrungs- und Futtermittelwirtschaft hat ihre Erzeugung um 4,2 % einschränken müssen, die Preise werden weiter steigen und die Inflation dürfte zweistellig werden. Ökonomen sind sehr besorgt.

Lesezeit: 2 Minuten

Eine schlechte Nachricht haben die Analysten des Ifo-Instituts am Mittwoch verkündet: Sie erwarten eine weiter steigende Inflation und anziehende Lebensmittelpreise. So hätten viele Firmen in einer Umfrage angegeben, in großem Umfang ihre Preise anheben zu wollen.

Im August lag der Ifo-Index der Preiserwartungen mit 47,5 Punkten nur um 0,1 unter dem Juli-Wert. Das bedeutet, dass der Anteil jener Unternehmen, die die Preise erhöhen wollten, um 47,5 Prozentpunkte höher ist als der Anteil der Betriebe, die die Preise senken wollen. Besonders hoch sind die Zahlen aktuell im Einzelhandel, noch am niedrigsten im Bauhauptgewerbe, schreiben dpa und Reuters.

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In einzelnen Bereichen wie der Lebensmittelbranche will fast jedes Unternehmen die Preise anheben. Auch die Energieversorger hätten bislang nur einen geringen Teil der kräftigen Anstiege der Börsenpreise für Strom und Erdgas an die Kunden weitergegeben, heißt es. Das Ifo-Institut erwartet denn auch eine zweistellige Inflationsrate in den kommenden Monaten. In der Folge dürften die Verbraucher ihren Konsum weiter einschränken, so dass die gesamte Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte schrumpfen werde.

Die Gesamtproduktion im produzierenden Gewerbe sei im Juli bereits um 0,3 % gesunken. Laut dem Bundesstatistikamt ist die Produktion zudem nach wie vor durch die hohe Knappheit an Vorprodukten beeinträchtigt. Die Industrie allein habe ihre Produktion im Juli um 1,0 % verringert. Die Nahrungs- und Futtermittel-Produzenten fuhren die Erzeugung mit minus 4,2 % dabei besonders stark zurück. Ökonomen zufolge droht die deutsche Wirtschaft im Herbst in eine Rezession abzurutschen.

Abschalten von Atomkraftwerken "unsolidarisch" und "verrückt"

Ebenfalls am Mittwoch meldete sich Ifo-Chef Clemens Fuest zu Wort und kritisiert die Abkehr von der Atomkraft. "Diese Kernkraftwerke abzuschalten, mitten in einer gewaltigen Stromkrise, erscheint mir völlig verrückt und europäisch extrem unsolidarisch", sagt der Münchner Ökonom.

Vom Weiterbetrieb der Atomkraftwerke würden Europa und auch Deutschland sehr profitieren. Für die Stabilität der Stromversorgung in ganz Europa sei es wichtig, dass Kernkraftwerke weiterliefen. "Sie abzuschalten ist unsolidarisch, vom europäischen Standpunkt", so Fuest. Es sei eine Frage von Nutzen und Kosten.

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