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topplus Marktausblick Schweine und Ferkel

Preisschwäche am Schweinemarkt: Delle oder Abwärtstrend?

Der Schweine- und Ferkelmarkt können das hohe Preisniveau nicht mehr halten. Marktteilnehmer sehen aber keine neue Preiskrise aufziehen.

Lesezeit: 2 Minuten

Der Schweinemarkt steht nun doch deutlich unter Druck. Nachdem über viele Wochen das Lebendangebot stets zu klein war, und die Erzeugergemeinschaften am längeren Hebel saßen, werden im August etliche Partien nur verzögert abgenommen. Auslöser war vor allem der verregnete Sommer. „Dadurch blieb der Grillfleischabsatz hinter seinen Möglichkeiten“, berichtet ein Marktkenner. Er sieht in der Preisschwäche aber eher eine Delle und keinen anhaltenden Abwärtstrend.

In der Tat gibt es einige Gründe, die für eine schnelle Stabilisierung der Preise sprechen:

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  • Das Angebot bleibt überschaubar: Mitte August wurden zwar mehr Tiere angedient. Der Hauptgrund dafür war aber, dass Mäster zügiger abgeliefert haben, um weiteren Preissenkungen zuvor zu kommen „Es werden teilweise auch recht leichte Tiere verladen“, bestätigt ein norddeutscher Händler. Das Lebendangebot dürfte also wieder zurückpendeln.
  • In den ersten Bundesländern sind die Ferien zu Ende. Normalerweise zieht dann auch die Fleischnachfrage an.
  • Nach der Sommerpause fahren auch Verarbeitungsbetriebe ihre Produktion wieder hoch. Die dürften beim aktuellen Preisniveau zwar weiterhin vorsichtig ordern. Die Schweinefleischnachfrage dürfte das dennoch stützen.

Für eine schnelle Stabilisierung der Preise spricht auch das europäische Umfeld. In EU-27 stehen die Zeichen auf Bestandsabbau. Laut neuester Zahlen aus Brüssel sind die Schlachtzahlen in den ersten fünf Monaten um fast 9 % eingebrochen.

Ferkelnachfrage lässt nach

Die Ferkelnotierungen haben sich von ihren Jahreshöchstständen verabschiedet. Das ist wenig überraschend, weil in den Sommermonaten das Ferkelangebot normalerweise steigt und die Einstallbereitschaft nach lässt. Aktuell kämpfen viele Mäster zudem noch mit der verzögerten Ernte und stellen den Ferkelzukauf etwas zurück. Der Rückschlag bei den Schlachterlösen verstärkt den Effekt. Grundsätzlich ist die saisonale Schwäche auf dem Ferkelmarkt im laufenden Jahr aber deutlich moderater als üblich – aus folgenden Gründen:

  • Für Mäster ging die Rechnung bis zuletzt gut auf. Bei hohen Erlösen und sinkenden Futterkosten wird zügig aufgestallt.
  • EU-weit sind Einstalltiere knapp, weil in vielen Ländern die Sauenherden schrumpfen. Eine Trendwende ist noch nicht in Sicht: In Dänemark ging beispielsweise auch zum Stichtag 1. Juli die Zahl der Zuchtsauen noch um 6,5 % im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Der Ferkelmarkt in Deutschland bleibt somit weiterhin etwas unterversorgt. Das dürfte den saisonalen Abschwung der Notierungen begrenzen.

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