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Südzucker bestätigt Jahresprognose nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2023/24

Für das Geschäftsjahr 2023/24 erwartet Südzucker unverändert einen Konzernumsatz zwischen 10,0 und 10,5 (2022/23: 9,5) Mrd. € und damit weiterhin einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Lesezeit: 5 Minuten

Die Südzucker AG hat den Konzernumsatz in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2023/24 (1. März bis 30. November 2023) um rund 10 % auf 7.779 (Vorjahr: 7.106) Mio. € gesteigert. Dabei konnte der Umsatz in den Segmenten Zucker, Spezialitäten und Frucht gesteigert werden; in den Segmenten CropEnergies und Stärke war er rückläufig.

Das Konzern-EBITDA erhöhte sich deutlich auf 1.124 (Vorjahr: 805) Mio. €.

Das operative Konzernergebnis konnte ebenfalls deutlich auf 860 (Vorjahr: 536) Mio. € gesteigert werden. Dabei steht einem deutlichen Rückgang im Segment CropEnergies und einem leichten Rückgang im Segment Stärke ein deutlicher Anstieg in allen anderen Segmenten gegenüber.

Segment Zucker weiter mit positiver Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Im Segment Zucker stieg der Umsatz deutlich auf 3.106 (Vorjahr: 2.366) Mio. €. Dieser Anstieg wurde trotz rückläufiger Absatzmengen - insbesondere infolge der schlechten Ernte 2022 - durch deutlich höhere Preise erreicht. Das Preisniveau im seit Oktober 2023 laufenden Zuckerwirtschaftsjahr 2023/24 bewegt sich auf dem des Zuckerwirtschaftsjahres 2022/23.

Das operative Ergebnis wurde deutlich auf 525 (Vorjahr: 132) Mio. € gesteigert. Den drastisch gestiegenen Kosten, insbesondere für Rohstoffe und Energie, standen die seit Ende des letzten Geschäftsjahres höheren Preise gegenüber. Die mit der neuen Kampagne 2023 nochmals deutlich gestiegenen Herstellkosten haben sich im dritten Quartal bislang nur in geringem Umfang ausgewirkt.

Segment Spezialitäten mit deutlichem Ergebnissprung

Der Umsatz im Segment Spezialitäten konnte mit 1.818 (Vorjahr: 1.633) Mio. € den Vorjahreswert deutlich übertreffen; diese Verbesserung wurde hauptsächlich von den deutlich höheren Preisen getrieben.

Das operative Ergebnis hat sich mit 150 (Vorjahr: 71) Mio. € - nach zwei schwachen Geschäftsjahren - mehr als verdoppelt. Zu dieser insgesamt positiven Entwicklung führten überwiegend höhere Margen. Es gelang in den ersten neun Monaten besser als im Vorjahr, die Belastungen angestiegener Rohstoff-, Verpackungs-, Energie- und Personalkosten durch höhere Preise am Markt zu kompensieren.

Segment CropEnergies durch Ethanolpreisrückgang belastet

Im Segment CropEnergies ging der Umsatz deutlich auf 848 (Vorjahr: 1.105) Mio. € zurück; dazu trugen deutlich geringere Absatzvolumina aufgrund von planmäßigen Wartungsstillständen sowie deutlich rückläufige Preise bei; im entsprechenden Vorjahreszeitraum notierten die Ethanolpreise auf Rekordniveau. Zuletzt notierten die Ethanolpreise auf dem niedrigsten Niveau seit zwei Jahren.

Der Umsatzentwicklung folgend blieb das operative Ergebnis im Berichtszeitraum mit 61 (Vorjahr: 235) Mio. € deutlich hinter dem Ergebnis des entsprechenden - außerordentlich starken - Vorjahreszeitraums zurück. Haupttreiber für den Ergebnisrückgang sind die deutlich rückläufigen Preise für erneuerbares Ethanol. Zudem trugen deutlich rückläufige Absatzmengen zu dem Ergebnisrückgang bei. Während sich die Rohstoff- und Energiepreise gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur wenig veränderten, konnten für die abgesetzten Lebens- und Futtermittel zumindest teilweise höhere Absatzpreise erzielt werden.

Segment Stärke mit leicht rückläufigem Ergebnis

Im Segment Stärke ging der Umsatz moderat auf 828 (Vorjahr: 907) Mio. € zurück. Diese Verschlechterung ist dem deutlichen Absatzrückgang bei insgesamt stabilen Preisen geschuldet. Dabei waren die Preise für Ethanol deutlich geringer, die Preise für Produkte im Stärkebereich lagen jedoch insgesamt über dem Vorjahresniveau.

Das operative Ergebnis verringerte sich leicht auf 58 (Vorjahr: 60) Mio. €. Insgesamt konnten die rückläufigen Rohstoffkosten den Absatzmengenrückgang und die höheren sonstigen Kosten, insbesondere für Personal, nicht vollständig kompensieren.

Segment Frucht mit deutlichem Ergebnisanstieg

Im Segment Frucht lag der Umsatz mit 1.179 (Vorjahr: 1.095) Mio. € moderat über Vorjahr. Die Umsatzsteigerung war getrieben von den Fruchtzubereitungen und sowohl preis- als auch mengenbedingt. Die Fruchtsaftkonzentrate erzielten einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Dabei wurde die Preissteigerung durch den Absatzrückgang aufgezehrt.

Das operative Ergebnis hingegen konnte deutlich auf 66 (Vorjahr: 38) Mio. € verbessert werden. Der Ergebnisbeitrag der Fruchtzubereitungen erhöhte sich bedingt durch deutlich höhere Margen bei leichtem Absatzanstieg. Bei den Fruchtsaftkonzentraten konnte der Ergebnisbeitrag ebenfalls deutlich gesteigert werden. Haupttreiber war auch hier die deutlich verbesserte Marge, die den deutlich rückläufigen Absatz mehr als ausgleichen konnte.

Prognose für das Geschäftsjahr 2023/24 weiter bestätigt

Der andauernde Ukraine-Krieg führt weiterhin zu einer grundsätzlichen Verstärkung der bereits bestehenden hohen Volatilitäten auf den Absatzmärkten und zu Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten, insbesondere in den Bereichen Rohstoffe und Energie.

Darüber hinaus können sich in der EU durch den gewährten zollfreien Zugang für Agrarimporte aus der Ukraine weitere Marktverwerfungen ergeben. Die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen sowie die Dauer dieser temporären Ausnahmesituation – mit Blick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 und auch auf das Geschäftsjahr 2024/25 – sind weiterhin nur schwer abschätzbar.

Für das Geschäftsjahr 2023/24 erwartet Südzucker unverändert einen Konzernumsatz zwischen 10,0 und 10,5 (2022/23: 9,5) Mrd. € und damit weiterhin einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Das Konzern-EBITDA wird weiterhin zwischen rund 1,3 und 1,4 (2022/23: 1,1) Mrd. € gesehen.

Das operative Konzernergebnis wird unverändert zwischen 900 und 1.000 (2022/23: 704) Mio. € erwartet.

Weiterhin wird von einem moderaten Anstieg des Capital Employed ausgegangen. Auf Basis der genannten operativen Ergebnisverbesserung wird weiterhin mit einem deutlichen Anstieg des ROCE (2022/23: 9,9 %) gerechnet.

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