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Spitzen-Raps

7-Tonnen-Raps in Polen: So wurde der Rekord geknackt

Landwirte waren hierzulande oft froh, wenn der Raps mehr als 3,5 t/ha brachte. Ein polnischer Kollege holte aber fast das Doppelte vom Acker. Biostimulanzien hatten daran wohl einen wichtigen Anteil.

Lesezeit: 4 Minuten

Trockenheit und später Dauerregen haben in diesem Jahr auch in Polen einen Teil der Ackerflächen in Mitleidenschaft gezogen. Regional waren aber dennoch Spitzenerträge drin. So auch bei Landwirt Bogdan Stopyra aus Tuczempy im Südosten Polens. Er erntete Anfang August sage und schreibe 6,9043 t/ha Raps von einem Feldstück. Der vom „Büro der Rekorde“ beglaubigte Wert ist der höchste, der in Polen je offiziell beim Raps gedroschen wurde.

Aber wie konnte Bogdan Stopyra eine derartige Höchstleistung aus seinem Rapsbestand herauskitzeln? Wir haben beim polnischen Agrarchemieunternehmen Chemirol nachgefragt, das den Ackerbauern während des gesamten Anbaujahrs begleitet hatte.

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Einzelkornsaat und pfluglos

Der Superertrag gelang im Rahmen des Chemirol-Programms „Idę po Rekord – Ich ziele auf Rekord“, bei dem der Teilnehmer von der Aussaat über Pflege und Düngung eng von Fachleuten des Unternehmens beraten wird, um zu jedem Zeitpunkt das Optimale aus dem Bestand herauszuholen. Ein wichtiger Teil des Pakets sind Biostimulanzien von Chemirol wie die Anwendung BlueN, das die Ammoniumversorgung der Pflanzen verbessern soll. Im Pflanzenschutz- und der Düngung wurden zudem Produkte der Firma Innvigo verwendet.

Bei der Aussaat am 25. August 2022 setzte Landwirt Stopyra nach Angaben von Chemirol auf die Sorte LG Aviron, die auf mittlerem Boden in Einzelkornsaat mit einer Zieldichte von 38 Pflanzen pro Quadratmeter ausgebracht wurde. Zur Beizung hält man sich bedeckt. Der Boden wurde zuvor nicht gepflügt, sondern lediglich mit einem Grubber bearbeitet. Vorfrucht war Winterweizen. Dessen Nachernterückstände wurden mit dem Biostimulans Baktokompleks behandelt, das laut den Herstellerangaben die Zersetzung des Strohs und die Mineralisierung fördert.

Vor der Aussaat erfolgte die mineralische Düngung in Reinkomponentenform: 29 kg N/ha, 92 kg P2O5/ha, 152 kg K2O/ha, 21 kg MgO/kg, 44 kg SO3/ha, 48 kg CaO/ha.

Diese pflanzenbaulichen Maßnahmen folgten im Herbst:

  • Zwei Tage nach der Aussaat wurde eine Herbizidlösung auf Basis der Produkte Baristo 500 SC (Napropamid 500 g/l), Mezzo 500 SC (Metazachlor 500 g/l), Boa 480 EC (Clomazon 480 g/) und SoilON Adjuvans ausgebracht.
  • Einkeimblättrige Unkräuter wurden nach dem Auflaufen mit Buster 100 EC (Graminizid (Chizalofop -P Ethyl) 100 g/l) bekämpft.
  • Zur Bekämpfung von Herbstschädlingen wurden Delmetros 100 SC (Deltametrin 100 g/l) und Los Ovados 200 SC (Acetamiprid 200 g/) eingesetzt. Der Herbst-Fungizid-Regulierungslauf wurde mit folgenden Produkten durchgeführt: X-Met 100 SL (Metkonazol 100 g/), Porter 250 EC (Difenokonazol 250 g/), Mepik 300 SL.
  • Im Herbst wurden außerdem zwei Behandlungen zur Blatternährung mit den folgenden Produkten durchgeführt: Kelpak, Dynamic Cresco, Cropvit BMo und Opti Rzepak.
  • In der Blattentwicklungsphase (BBCH 14–16) wurde das mikrobiologische Produkt Bakto G-Stop eingesetzt, um die ordnungsgemäße Entwicklung der Pflanzen zu unterstützen. Das Produkt enthält in seiner Zusammensetzung zwei Bakterienstämme der Gattung Bacillus und BlueN, das den Herbstbedarf der Pflanzen an Stickstoff ergänzt.

Im Frühling schlossen sich diese Maßnahmen an:

  • Magnesium-Schwefel-Dünger und 160 kg Stickstoff pro Hektar (in zwei Gaben).
  • Der Pflanzenschutz im Raps und die Regulierung wurden in drei Behandlungen mit den folgenden Mitteln durchgeführt: Porter 250 EC, Mepik 300 SL (Chlormepiquat 250 g/l + Kalk-Proheksadion 50 g/l), X-Met 100 SL, AsPik R 250 EC (Tebukonazol + Protiokonazol 2x 125 g/l), Kier 450 SC.
  • Zur Schädlingsbekämpfung wurden Delmetros 100 SC und Los Ovados 200 SC eingesetzt.
  • Außerdem wurden vier Behandlungen zur Blattdüngung mit folgenden Produkten in verschiedenen Kombinationen durchgeführt: Opti Siarka 80 WG, Miedzian 600 SC (Kupfer 600 g/l), Cropvit Premium 714 Kelpak, Naturamin WSP, Nano Active, Cropvit BMo und Opti Rzepak. Ebenfalls im Frühjahr wurde außerdem zweimal das mikrobiologische Produkt Bakto G-Stop eingesetzt.
  • In der Blattentwicklungsphase (BBCH 14-16) wurden zwei mikrobiologische Produkte eingesetzt, um die ordnungsgemäße Entwicklung von Pflanzen zu unterstützen: Die Anwendung Bakto G-Stop, das zwei Bakterienstämme der Gattung Bacillus enthält, und das BlueN, das Methylobacterium symbioticum enthält – für die ergänzende Stickstoffversorgung im Herbst.
  • Bei der Herstellung von Tankmischungen wurden nach Angaben des Unternehmens zudem der Stablix pH-Wasseraufbereiter und der Assistant + Adjuvans verwendet.

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