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Bundestierschutzbeauftragte Kari will keine „Feindbilder“ pflegen

Die gerade ins Amt gestartete Tierschutzbeauftragte muss sich schon gegen Kritik verteidigen, teilt aber selbst auch aus: Nutztiere werden ihr zufolge oft unter „qualvollen Bedingungen gehalten.

Lesezeit: 2 Minuten

In der vergangenen Woche hat die erste Tierschutzbeauftragte des Bundes, Ariane Kari, offiziell ihren Dienst angetreten. Für Verwunderung sorgte da bei einigen schon ihre Ankündigung, sich für ein Verbandsklagerecht in Tierschutzfragen einsetzen zu wollen. Auch die Opposition sparte nicht mit Missbilligung; der agrarpolitische Sprecher der CDU-CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, bezeichnete das neue Amt aus landwirtschaftlicher Perspektive gar als „überflüssig“. Die Landwirte brauchen ihm zufolge „keine neue kostspielige Stelle in der Bundesregierung, die ihnen reinredet“.

Derartige Kritik hat Kari nun zurückgewiesen. „Die Tierhalter brauchen mich nicht, sondern die Tiere“, sagt Ariane Kari in ihrem ersten Interview als Bundesbeauftragte in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit. Bereits in neun Bundesländern gebe es Landestierschutzbeauftragte, die „haben sich alle bewährt, auch in CDU-geführten Bundesländern.“

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Kari will Aufklärungsarbeit leisten

Die parteilose Tierärztin kündigte an, „feindbildfrei“ agieren zu wollen. Tierhalter, die „wirklich den Weg zu mehr Tierschutz wählen“, sollten „bestmöglich unterstützt werden“. Zunächst werde sie aber Aufklärungsarbeit leisten müssen. Vieles sei noch immer nicht bekannt. „Nur in ganz seltenen Fällen entsteht Tierquälerei durch sadistisches Handeln, viel eher durch Unwissen, manchmal auch durch Überforderung“, so Kari.

Auch das Bewusstsein für die „oft qualvollen Bedingungen, unter denen Nutztiere wie Schweine, Rinder oder Hühner leben“, möchte die Bundstierschutzbeauftragte schärfen – etwa indem sie dem „Schlachthofparadoxon“ entgegenwirkt. „Es ist in Ordnung, dass das Tier auf der Weide steht, und es ist in Ordnung, das Fleisch auf dem Teller zu haben. Aber das Dazwischen wird lieber ausgeblendet“, so Kari, die angibt, sich selbst „tierleidfrei und umweltschonend“ sowie fast nur vegan zu ernähren.

Laut Bund „in hohem Maße geeignet“

Unterdessen hat auch die Bundesregierung die Auswahl und Qualifikation Karis verteidigt. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion stellt der Bund fest, dass sich die Besetzung der Beauftragten der Bundesregierung für Tierschutz beim Bundeslandwirtschaftsministerium an dem für die Ausübung des Amtes erforderlichen fachlichen und persönlichen Anforderungsprofil orientiert habe.

Aufgrund ihres Werdegangs sei Ariane Désirée Kari „für die Aufgaben der Beauftragten der Bundesregierung für Tierschutz in besonderem Maße geeignet“, schreibt die Bundesregierung. Sie verfüge nicht nur über eine außergewöhnlich hohe fachliche Kompetenz im Tierschutzbereich, sondern auch über umfangreiche berufliche Erfahrungen als Veterinärmedizinerin.

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