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Agrarministerkonferenz

BÖLW hofft auf Ende der „Bio-Blockade“ und bessere Eco Schemes

Für den Dachverband der Ökoverbände ist es beschlossene Sache, dass der Biolandbau Vorbild für die Zukunft der Landwirtschaft ist und jetzt alle umsteigen müssten, nur die Politik blockiere das.

Lesezeit: 2 Minuten

Ab heute beraten die Agrarminister der Länder mit dem Bund auf der Herbst-Agrarministerkonferenz (AMK), wie wichtige Öko-Ziele erreicht werden können. „Für immer mehr Höfe heißt die Zukunft Öko-Landbau“, stellt dazu Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bio-Dachverbandes Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), fest.

Er erinnert die Politiker daran, dass Deutschland bis zum Jahr 2030 den Zielwert von 20 % Öko-Flächen erreicht haben will. Die EU habe sich bis dahin sogar 25 % auf die Fahnen geschrieben. Röhrig appelliert daher an Bund und Länder, dafür zu sorgen, dass Bio wirksam gestärkt wird. „Das drängt angesichts der Klimakrise und des Höfesterbens. Auch die Bundestagswahl zeigt, dass die Bürger den Umbau fordern“, deutet er das Wahlergebnis.

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„Überall dort, wo es nötig ist, muss der Bund die Bio-Blockaden lösen. Und Blockaden gibt es genug: Bei der Unterfinanzierung der Öko-Forschung, wo weniger als 2 % in Bio investiert werden. Oder bei der Unterausstattung von Behörden und Instituten, die der gewachsenen Rolle nicht gerecht werden“, führt der Geschäftsführer weiter an.

„Eco-Schemes müssen allen Betrieben offen stehen”

Auch die angedachten, laut Röhrig „öko-feindlichen Regeln“ bei der nationalen Umsetzung der neuen EU-Agrarpolitik, würden Bio-Betriebe gefährden und umstellungswillige Landwirte abhalten, glaubt er. Hierbei müssten sogar „Höfe zittern“, überhaupt an allen Öko-Regelungen teilnehmen zu dürfen, glaubt er.

Das kann auch BÖLW- Vorstand Dr. Alexander Gerber nicht nachvollziehen. Er schlägt vor, das geplante Eco-Scheme 4 “Dauergrünland” so zu gestalten, dass damit eine hohe Umwelt- und Einkommenswirkung ermöglicht wird. „Sowohl extensive Mast- als auch Milchviehbetriebe sollten die Maßnahme nutzen können, einschließlich der Bio-Betriebe. Dazu bedarf es einer klugen Festlegung zu Viehbesatz und Mindestgrünlandanteil. Eine Kombination mit Vorgaben zu Mindestweidezeiten würde Anreize für besonders artgerechte Tierhaltung schaffen“, sagte Gerber.

Der BÖLW erwarte nun von den Agrarministern in Bund und Ländern, dass die Eco-Schemes allen Betrieben offen stehen und damit auch Bio-Betrieben. Sonst würden genau jene Betriebe ins Aus gestellt, die heute schon den Modernisierungspfad bahnen, auf den die gesamte Landwirtschaft einschwenken müsse. „Wir erwarten von der neuen Bundesregierung und den Ländern eine konsequente Modernisierung. Deshalb gehört Öko ins Zentrum der Debatte“, so Röhrig abschließend.

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