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K+S baut eine der größten Indoor-Garnelenfarm Europas

Eine Größe von zwei Fußballfeldern soll die neue Garnelenfarm in Niedersachsen umfassen. Das Ziel: Eine Produktion von rund 800 t der Meerestiere pro Jahr.

Lesezeit: 2 Minuten

Das deutsche Bergbauunternehmen K+S und das Start-up Aquapurna haben sich zusammengeschlossen, um in Sigmundshall nahe Hannover eine der - nach Unternehmensangaben - bisher größten Indoor-Garnelenfarm Europas zu bauen.

Das börsennotierte Unternehmen nahm eigenen Angaben zufolge eine Investition im zweistelligen Millionenbereich dafür auf sich. Sigmundshall ist ein ehemaliger Kalistandort, dessen Infrastruktur das Unternehmen nun umnutzen will.

Beitrag zur innereuropäischen Lebensmittelversorgung

Weitere Investitionen in siebenstelliger Höhe steuerte das Start-up Aquapurna bei. Das Jungunternehmen setzt auf nachhaltige Technologien, die die Umweltauswirkungen bei der Garnelenzucht minimieren sollen. Denn oftmals aus den USA importierte Garnelen seien häufig mit ökologischen Problemen wie der Zerstörung von Mangrovenwäldern und Beifang verbunden.

Aquapurna hat bereits über vier Jahre am Standort Sigmundshall geforscht. Dabei führten sie eine vertikal integrierte Larvenzucht ein: Alle Schritte, angefangen beim Garnelenei bis hin zur Garnele auf dem Teller, erfolgen in Deutschland. Die Aquapurna-Garnelen sind bereits unter dem Namen "Gamba Zamba" auf dem Markt.

Eckdaten auf dem Weg zur Indoor-Farm

Die neue Garnelenfarm soll in drei Bauabschnitten errichtet werden. Am Ende sollen zwei Produktionshallen mit einer Grundfläche von ca. 18.000 Quadratmetern entstehen – das entspricht mehr als zwei Fußballfeldern. Im ersten Bauabschnitt von 2024 bis Mitte 2025 soll eine Produktionshalle sowie ein Versorgungs- und Infrastrukturtrakt mit einer Größe von ca. 4.000 m2 entstehen. Neben dem Neubau im vorgelagerten Bereich des ehemaligen Bergwerks wird Aquapurna die bereits bestehende Garnelen-Anlage am Standort weiter betreiben.

Energie im Kreislauf halten

Die Dächer der Produktionshallen werden zudem im weiteren Verlauf mit Solarpanels zur Stromerzeugung ausgestattet. Für die Zucht installieren die Unternehmen eine Kreislauftechnik, bei der sie das Aufzuchtwasser zu über 98% fortlaufend wiederverwenden können. So entstehe weniger Abwasser. Das Ziel sind rund 800 Tonnen Garnelen pro Jahr. Insgesamt dürften laut der Pressemitteilung von K+S rund 50 Arbeitsplätze vor Ort entstehen.

Die Kooperation der Unternehmen ist durch das Innovation Hub RootCamp zustande gekommen. Das RootCamp hat seinen Sitz in Hannover und ist eine Plattform, die etablierte Unternehmen und Start-ups zusammenbringt, um neue Ansätze und Geschäftsmodelle umzusetzen. K+S Gründungspartner des RootCamps.

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