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Landwirtschaftsverlag investiert in VetVise

Neben journalistischen Fachinformationen bietet der Landwirtschaftsverlag zunehmend digitale Services, die Landwirten Nutzen bringen. Dafür investiert er auch in Start-ups. Neuestes Beispiel: VetVise.

Lesezeit: 4 Minuten

Warum investiert ein Fachverlag für Landwirtschaftliche Medien in ein Agrar-Start-up, das die Tiergesundheit in Ställen mithilfe Künstlicher Intelligenz verbessern will? Das haben wir mit Matthias Weddeling besprochen. Er ist Geschäftsführer der LV digital GmbH, einem 100%igen Tochterunternehmen der Landwirtschaftsverlag GmbH, zu der auch top agrar gehört.

top agrar: Die LV digital GmbH hat sich mit einem siebenstelligen Betrag am AgTech-Start-up VetVise beteiligt. Sie ist ab sofort mit 20% Anteil größter Einzelgesellschafter. Welches Interesse hat ein Verlag für Landwirtschaftsmedien an einem Agrar-Start-up, das so gar nichts mit Medien zu tun hat?

Matthias Weddeling: Für uns steht der Nutzwert für unsere Zielgruppen im Fokus. Das sind einerseits aufbereitete textuelle Infos. Mittlerweile aber auch weit mehr als das. Bei LV digital entwickeln wir seit vielen Jahren Plattformen wie traktorpool, rimondo oder Landreise, die nur noch bedingt Mediencharakter haben. Zunehmend geht unser Fokus auch Richtung Software-as-a-Service oder auch KI. Hier können wir mit top farmplan oder AgriGPT zwei Produkte nennen.

Das macht VetVise

VetVise aus Hannover ist ein Start-up-Unternehmen, das auf die Entwicklung von KI-basierten Lösungen für das Stallmonitoring bei Geflügel und Schweinen spezialisiert ist. Über Kameras wird das Tierverhalten in den Ställen rund um die Uhr erfasst und unter Einsatz von maschinellem Lernen und umfangreicher veterinärmedizinischer Expertise ausgewertet. So unterstützt VetVise die angeschlossenen Landwirtinnen und Landwirte bei der Gesunderhaltung ihrer Tierbestände, verringert Tierverluste und verbessert die Wirtschaftlichkeit der Produktion. Das in dieser Form einzigartige VetVise-System wird zurzeit vor allem in Hähnchen- und Schweineställen eingesetzt.

Natürlich sind die Anforderungen unserer Zielgruppen in einer komplexen Welt mittlerweile vielfältig geworden. Wir können allein von der Menge nicht alles selbst hinbekommen, leisten aber gerne unseren Beitrag, damit hervorragende nutzwertige Themen eine möglichst hohe Verbreitung bekommen.

Von daher ist es von unserem Auftrag her sogar sehr logisch, dass wir uns perspektivisch stärker Beteiligungen zuwenden, um in unseren Zielgruppen Mehrwerte stiften zu können. VetVise ist hier sicherlich ein Paradebeispiel, der Nutzwert für Tierhalter ist schnell erklärt.

Was der LV Agrar-Start-ups bieten kann

Was kann ein Verlag bzw. was kann LV digital einem Tiergesundheits-Start-up überhaupt bieten? Medienpräsenz und Reichweite? Digital-Knowhow?

Weddeling: All das ist zutreffend. Wir haben einen breiten Kundenzugang, werden von Landwirten als neutraler, wertvoller und vor allem nachhaltig agierender Partner wahrgenommen. Das schafft erhebliches Vertrauen - ein sicherlich gewichtiges Argument. Von daher Marktzugang: sicherlich. Reichweite ebenso. Digital-Knowhow auch.

Wir haben viele Jahre Erfahrung mit der Entwicklung von digitalen Produkten und Plattformen in der Zielgruppe. Da können wir intensives Sparring leisten, auch wenn sich für andere Produkte immer neue Lösungen ergeben können. Unser Blick ist primär lösungsorientiert mit gesundem Blick für die Realität und Machbarkeit.

Kurz gesagt bringen wir als LV digital mit dem dahinterstehenden Landwirtschaftsverlag neben finanziellen Ressourcen auch ein breites Netzwerk in der Agrar- und Ernährungsbranche sowie umfassendes Know-how im Bereich der Digitalisierung landwirtschaftlicher Prozesse ein.

Was der LV für Agrar-Start-ups sucht

Sucht der LV als Gruppe noch nach weiteren Start-up-Beteiligungen? Wenn ja, nach was für Start-ups haltet ihr die Augen offen?

Weddeling: Vor ein paar Jahren hätte ich in Sachen Start-ups geantwortet: klares Nein. Der Begriff Start-up war lange überstrapaziert. Für jede Idee war es kein Problem, eine Finanzierung zu finden. Ich habe das Gefühl, dass es eine schmerzhafte, aber dennoch gesunde Korrektur gegeben hat. Wir springen nicht auf jeden Zug auf, sondern gehen selektiv vor.

Wir suchen nicht den möglichst großen Hockey-Stick, sondern substanzielle Unternehmen, die im Markt schon Spuren hinterlassen haben. Dabei scheuen wir nicht die Investition. Wir wollen aber schon gewisse Anzeichen sehen, dass eine Wirtschaftlichkeit perspektivisch realistisch sein kann oder es bereits ist. Also: ein proof-of-concept ist für uns eine Grundvoraussetzung, zudem der Glaube in das Gründerteam und ein vergleichbares Mindset. Sicherlich ist es dabei unser Anspruch, dass wir langfristig agieren und einen Mehrwert leisten können.

Wo können sich interessierte Teams melden?

Weddeling: Da sind wir flexibel und das ist in der Realität meist ganz unterschiedlich. Im Verlag gibt es den Bereich Unternehmensentwicklung. Darüber kommt einiges rein. Andere wiederum melden sich direkt bei uns, also LV digital.

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