Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

Bürokratieabbau Maisaussaat Stilllegung 2024

topplus Interview

Interview: Passen Agroforst und Kühe zusammen?

Bäume und Hecken auf landwirtschaftliche Flächen zu pflanzen, kommt vielen Landwirten noch ungewohnt vor. Burkhard Kayser erklärt, wieso sich Agroforst und Kühe gut ergänzen.

Lesezeit: 2 Minuten

Burkhard Kayser ist freiberuflicher Berater für nachhaltige Landnutzung und hat seinen Schwerpunkt auf Agroforstsysteme gelegt. Er beriet Milchviehhalter Felix Riecken bei der Planung seines Agroforstkonzeptes und beschreibt im Interview die Vor- und Nachteile des Systems.

Was ist ein Agroforstsystem?

Kayser: Als Agroforstsystem ­be­zeichnet man genutzte Bäume oder Sträucher in Kombination mit Landwirtschaft.

Für welche Betriebe kommen ­solche Systeme infrage?

Kayser: Alle Betriebe mit Weidewirtschaft profitieren. Der Gehölzfutteranbau ist wertvoll bei Wiederkäuern und verbessert die Tiergesundheit. Das System eignet sich ideal in Gebieten, wo Wind- und Wasserschutz relevant sind. Im Kern bietet es sich für alle Betriebe an, die ökologische und ökonomische Vorteile nutzen wollen.

Was sind die größten Hürden für das Anlegen eines Agroforstsystems?

Kayser: Die derzeitige Förderpolitik ist leider wenig motivierend. Und Flächen, wo Bodenbrüter wie der Kibitz oder die Wachtel angesiedelt sind, ­fallen gänzlich aus der Förderkulisse. Hinzu kommt, dass das Pflanzen und die Pflege der Gehölze gerade zu Anfang viel Aufwand erfordert.

Was sind die größten Potenziale?

Kayser: Kurz- und mittelfristige neue Einkunftsmöglichkeiten sowie eine Diversifizierung des Betriebes. In Zeiten von Trockenheit und Dürre bleiben Bäume und Sträucher grün und bieten Futter. Darüber hinaus gibt es spürbare psychische Effekte bei Landwirten, die Bäume an­pflanzen: Sie leisten einen Beitrag für den ­Klimaschutz und sorgen für ­Artenvielfalt und Lebensräume.

Was geben Sie Skeptikern mit?

Kayser: Der Vorteil von Agroforst­systemen ist, dass sie reversibel sind. Sie lassen sich also auch wieder von Flächen entfernen. Wer Interesse hat, kann sich an die Beratungsstellen wenden. Ich freue mich, wenn Landwirte die Angst verlieren, Bäume zu pflanzen.

Mehr zu dem Thema

top + Zum Start in die Maisaussaat keine wichtigen Infos verpassen

Alle wichtigen Infos & Ratgeber zur Maisaussaat 2024, exklusive Beiträge, Videos & Hintergrundinformationen

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.