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topplus Diskussion auf der Grüne Woche

Zukunftsbauer: "Nicht nur Forderungen aufstellen, sondern Ideen einbringen"

Mit der großen Aufmerksamkeit, die die Bauernproteste gebracht haben, kommt es jetzt auf die Zukunftsbauern an. Auf die vorgebrachten Forderungen müssen nun konkrete Ideen und Lösungen folgen.

Lesezeit: 3 Minuten

Um das Thema „Raus aus der Blase: Wie kommuniziert der Zukunftsbauer“ ging es am Mittwoch beim Fachforum des Deutschen Bauernverbandes (DBV) im Rahmen der Grünen Woche. Das vom DBV initiierte Projekt „Zukunftsbauer“ hat zum Ziel, das Selbstbild, das gesellschaftliche Rollenverständnis sowie die Botschaften der Landwirtschaft weiterzuentwickeln.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung stimmte auch DBV-Vizepräsidentin Susanne Schulze Bockeloh die Gäste vor Ort in Berlin und über den YouTube-Livestream auf diese Themen ein. So brauche es nicht nur eine selbstbewusste Kommunikation aus der Branche heraus, sondern auch ein offenes Ohr beim Gegenüber. Zum Teil haben die Demonstrationen der letzten Wochen das bewirkt. Nun sei es aber an der Zeit, das für Zukunftsideen zu nutzen und dieses Zuhören der Gesellschaft mit Leben, Inhalten und Beispiel zu füllen.

Forderungen wie „Bürokratie abbauen" sind zu ungenau

Auch Anne Kokenbrink, Redakteurin im Wirtschaftsressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sieht kaum einen besseren Zeitpunkt, um über das Projekt „Zukunftsbauer“ zu sprechen. In den Medien war die Landwirtschaft nie zuvor so sichtbar, wie es aktuell der Fall sei. Nun sei es für die Branche wichtig, nicht in die Opferrolle zu rutschen, also den Defensivmodus einzunehmen, und über Verbraucher zu klagen, die das Falsche kaufen oder den Handel, der die Preise drückt. Stattdessen könne die Aufmerksamkeit dafür genutzt werden, konkrete Lösungen zu formulieren.

Reine Forderungen wie „Bürokratie abbauen“ seien für die Kommunikation nach außen zu ungenau. Wichtig sei es zudem, Medien und NGOs nicht pauschal zu verurteilen, die eigenen Gesprächsblasen zu verlassen und kritikfähiger zu werden. Statt wie so oft von „schwarzen Schafen“ in der Branche zu sprechen, sei es beispielsweise ein guter Weg, hin und wieder einzugestehen, dass nicht alles so gut ist, wie es sein sollte oder wie es sich die Gesellschaft wünscht.

Fragen, Vorwürfe und Behauptungen aussprechen

Landwirtin Maja Mogwitz wünscht sich, dass Branchenfremde sich trauen, ihr gegenüber alle Fragen, Vorwürfe oder Behauptungen auszusprechen, die sie umtreiben. Sie leitet eine Medien- und Kommunikationsagentur für die Landwirtschaft und hostet unter anderem den NDR-Podcast „63 Hektar“. In ihren Augen können die sozialen Medien verschiedene Lebenswelten miteinander verbinden. Podcasts würden Menschen direkt ins Ohr gehen und sie über 40 Minuten lang an ein Gespräch binden.

Zwischen Unwissen und Boshaftigkeit liegt ein Unterschied

Ein Schlüsselerlebnis für Landwirt Jörg Struwe aus Schleswig-Holstein war es, dass selbst landwirtschaftsinteressierten Dorfbewohnern vermeintliche einfache Zusammenhänge oft gar nicht bewusst wären. Seine Erfahrung mit zahlreichen Besuchergruppen auf den Höfen: Teilweise könnten die Besucher kaum Fragen stellen, weil sie so wenig Wissen zur Landwirtschaft mitbringen.

Fragen, die oft kritisch klingen beruhen seiner Erfahrung nach oft nicht auf Boshaftigkeit, sondern auf Unwissen. Für die Zukunft wünscht er sich deshalb auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen und respektvoll miteinander umzugehen.

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