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Was taugen Haferdrinks? Ökotest hat die neuartigen Milchalternativen getestet

Hafer-Drinks werden als Milch-Alternative immer beliebter. Das Magazin Ökotest nimmt das zum Anlass, 36 Produkte auf ihre Qualität zu testen und die klassische Milch in dem Zuge schlechtzureden.

Lesezeit: 4 Minuten

Milchalternativen haben inzwischen ihren Platz im Supermarkt erobert und Vegetarier und Kunden, die keine Kuhmilch wollen, greifen zu. Besonders Haferdrinks sind beliebt, weshalb das Magazin Ökotest 36 Produkte zu Preisen von 0,95 bis 3,05 € pro Liter getestet hat, darunter 31 Bio-Produkte.

Die Tester versäumen nicht zu betonen, dass sich Hafer ja regional anbauen lässt und die Herstellung von Haferdrinks im Vergleich zu Kuhmilch viel weniger Wasser und Landfläche verbrauchen würde. Außerdem hätten Haferdrinks einen besseren CO2-Fußabdruck als Kuhmilch und es müssten keine Kühe „leiden“.

Interessant ist in dem Zusammenhang, dass Ökotest durchweg von „Hafermilch“ spricht. Dabei ist der Begriff „Milch“ laut EU-Gesetzgebung ausschließlich für tierische Produkte reserviert!

Das Ergebnis

Bei den 36 Drinks handelt es sich um Eigenmarken von Discountern, Drogerien, Bio- und Supermärkten wie etwa Alnatura, Edeka Bio, Ener Bio (Rossmann), Vemondo (Lidl) und Gut Bio (Aldi). Es wurden aber auch Produkte von Anbietern wie Alpro, Bärenmarke und Oatly unter die Lupe genommen.

30 von 31 getesteten Bio-Haferdrinks, zum Beispiel der Dm Bio Hafer Drink Natur und der Voelkel Hafer Drink Glutenfrei, erhielten die Bestnote „sehr gut“, schreibt Utopia.de, die sich den Testbericht genauer angeschaut haben.

Von den fünf konventionellen Haferdrinks erhielten vier die Note „befriedigend“ und einer die Note „ausreichend“.

Oatly war als einziger Hersteller sowohl mit einem Bio- als auch mit einem konventionellen Haferdrink vertreten. Der „Oatly! Bio Hafer“ bekam ein „sehr gut“, der „Oatly! Barista Edition Hafer Gekühlt“ nur ein „befriedigend“. Festzuhalten bleibt: Die meisten Bio-Haferdrinks sind nicht nur besser, sondern auch günstiger als die konventionelle Konkurrenz von Alpro, Oatly und Co, so Utopia.

Das Problemkind

Negativ aufgefallen ist nur der „Velike! Bio Haferdrink Natur“ von Black Forest Nature, er erhielt die Note „mangelhaft“. Das beauftragte Labor maß hier eine Konzentration von Schimmelpilzgiften, die die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) übersteigt.

Der TDI ist aber kein gesetzlicher Grenzwert sondern toxikologisch begründet. Er beschreibt die Menge eines Stoffes, die über die gesamte Lebenszeit pro Tag aufgenommen werden kann, ohne spürbare Auswirkungen auf die Gesundheit.

Das Schimmelpilzgift T-2/HT-2 kann unter anderem den Verdauungstrakt schädigen und das Nerven- und Immunsystem stören, so Ökotest. Die gemessene Konzentration sei so hoch gewesen, dass bereits 250 ml ausreichen, um die tägliche Menge von T-2/HT-2 zu überschreiten, die die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für einem 60 kg schweren Erwachsenen noch für tolerierbar hält.

Die Prüfung von Geschmack und Geruch haben dagegen alle Produkte bestanden – und viele seien auch bei den Inhaltsstoffe unbedenklich. Weitere Prüfungen behandelten Stoffe wie Cadmium, Nickel, Perchlorate und Chlorate sowie Pestizide.

Vitaminzusätze unsinnig

Ökotest sieht auch den Zusatz von Vitaminen und Mineralstoffen in Lebensmitteln kritisch, weil das ja über die herkömmliche Nahrung abgedeckt werde. Eine Ausnahme bildet das Vitamin B12, das in ausreichender Menge nur in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs vorkommt. Wer auf tierische Lebensmittel verzichtet, habe daher in der Regel ein Defizit an Vitamin B12, heißt es.

Auch zugesetztes Calcium toleriert das Magazin ohne Notenabzug, da Haferdrinks oft als Ersatz für Kuhmilch auf dem Speiseplan stehen und Kuhmilch ein klassischer Calciumlieferant ist. Der Zusatz von Vitamin D und B2 sei dagegen überflüssig.

Ökotest bemängelt außerdem zugesetzte künstliche Phosphate. Denn große Mengen an Phospaten können den Nieren schaden.

Nicht gut an kommt der Zusatz von Aromen. „Bärenmarke Ohne Muh! pflanzlich 3,8% Fett“ und der „Alpro This Is Not m*ilk 3,5% Fett“ haben besonders viel davon.

Zuckergehalte von Hafermilch im Test variieren

Haferdrinks schmecken oft süßer als Kuhmilch. Doch die Zuckergehalte von Hafermilch variieren. Ein Blick in die Nährwertkennzeichnungen zeigt: Die Zuckergehalte der Marken im Test liegen zwischen null und rund 6 %.

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