Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Sonstiges

Nässe auf den Feldern Stilllegung 2024 Güllesaison

topplus Wiedervernässung Moor

Diese acht Projekte bieten Alternativen für Moorlandwirte

Die bundesweite Forschung zu neuen Geschäftsfeldern für Moorlandwirte ist im vollen Gang. Wir haben acht Projekte gesammelt, die Moorschutz, Paludikulturen und erneuerbare Energien umfassen.

Lesezeit: 3 Minuten

Aktuell sprießen eine Vielzahl bundesweiter Projekte, die den Moorschutz und Landwirtsinteressen zusammenführen wollen. Wir haben acht verschiedene Ansätze gesammelt, die von neuen Anbauformen bis hin zur Nutzung von Moorbiomasse für erneuerbare Energien reichen.

Teufelsmoor: Wunsch und Wirklichkeit driften auseinander

Newsletter bestellen

Das Wichtigste zum Thema Perspektiven dienstags, alle 14 Tage per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Hans Lütjen-Wellner, ein Biolandwirt aus Niedersachsen, steht vor Herausforderungen durch die Wiedervernässung seiner Moorflächen. Die 15.000 ha im Teufelsmoor (Niedersachsen) stehen seit 2012 unter strengen Auflagen. Rund 1.000 ha davon sind sogenannte „Retentionsflächen“. Was das bedeutet und welche Ideen Landwirte solcher Regionen haben, lesen Sie hier:

In unserem Podcast „Weitergedacht" erzählt Lütjen-Wellner, welche Chancen und Risiken er in der Wiedervernässung sieht.Den Podcast gibt es auf Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt.Hier geht's direkt zur Folge:

200 ha Solarpark im Donaumoos

Bayerns Plan zur Renaturierung von 55.000 ha Moorfläche führt zu Wertschöpfungsverlusten, die staatliche Prämien ausgleichen könnten. Eine alternative Nutzung dieser Flächen demonstriert der Solarpark Schornhof mit seinen Photovoltaikanlagen. Wie genau sie die Anlagen errichtet haben und wie die aufwendige Pflege der Flächen erfolgt, erfahren Sie hier:

Hintergrund: Bayern will 55.000 ha Moorfläche renaturieren. Das größte Einzelprojekt ist das Donaumoos, dessen Moorbodenkörper heute noch ca. 12.900 ha umfasst. Bis 2030 sollen dort laut einem speziell dafür erstellten Moorschutzkonzept auf 2.000 ha Grundwassermanagementmaßnahmen zum „Klimaschutz und Torferhalt“ umgesetzt werden.

Bayern treibt die Forschung an

Mit einer Startfinanzierung von 750.000 € soll das neue Forschungszentrum der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf die Klimarelevanz, den Wasserhaushalt und die Produktivität von Bayerns 220.000 ha Moorböden erforschen. Diese größtenteils entwässerten Flächen sind für etwa 8% der bayerischen Gesamtemissionen verantwortlich.

Energiepflanze Sida als Torfersatz

Das Malvengewächs Sida ist eine vielseitige Energiepflanze, die sowohl in Biogasanlagen als auch als Brennstoff genutzt werden kann. Die Forschung fokussiert sich auf ihre Nutzung als Torfersatz in der Substratindustrie. Sida, mit tiefem Wurzelsystem und langer Blütezeit, bietet Umweltschutzvorteile, aber einige Herausforderungen. Welche das sind, lesen Sie hier:

Aufbau von Wertschöpfungsketten

Drei Bundesländer arbeiten seit neuestem an einem funktionierenden Markt für Moorbiomasse. Koordiniert vom „PaludiZentrale"-Projekt, zielen diese darauf ab, den Wasserstand auf Moorflächen anzuheben und die Moorbiomasse praktisch zu nutzen. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Wertschöpfungsketten in der Bauindustrie oder der Energieerzeugung.

Silage für die Biogasanlage

Das Projekt Klimafarm in Schleswig-Holstein will bis 2031 400 ha Moorgrünland vernässen. Der Fokus liegt auf der Entwicklung nachhaltiger Produkte aus Moorbiomasse in Zusammenarbeit mit der Papier-, Gartenbau- und Bauwirtschaft. Eine weitere Verwertungsmöglichkeit liegt in der Nutzung des Mahdguts für Biogasanlagen.

Torf-Alternativen im Gartenbau

Im Projekt FiniTo wollen fünf Gartenbau-Institute den Gartenbaubetriebe bei der Umstellung auf torffreie und torfreduzierte Substrate unterstützen. Der Fokus liegt dabei auf Baumschulen und dem Zierpflanzenbau. Durch Online-Fortbildungen und Betriebsbesuche wollen die Fachstellen das Wissen über den Effekt des Torfabbaus und mögliche Alternativen vermitteln.

Hintergrund: Der Abbau von Torf setzt in den Mooren gespeicherten Kohlenstoff frei. Um einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten (Klimaschutzprogramm 2030, Klimaschutzplan 2050), sind Moorschutz-Maßnahmen vorgesehen. Damit einhergehend wird in Deutschland bis 2030 eine weitgehende Reduzierung des Torfanteils in gärtnerischen Kultursubstraten angestrebt.

Torfmoos-Saatgut bald in Masse verfügbar?

Das 2023 gestartete Projekt MOOSstart konzentriert sich auf die Produktion von Torfmoos-Saatgut. Das Ziel ist die Entwicklung eines Bioreaktors für kostengünstige, regionale Massenproduktion des Saatguts.

Mehr zu dem Thema

3

Bereits 3 Leser haben kommentiert!

Werden Sie top agrar-Abonnent und teilen Sie Ihre Meinung mit anderen Lesern.
Jetzt abonnieren
Sie haben bereits ein Abonnement?
Jetzt einloggen.
top + top informiert ins Frühjahr

3 Monate top agrar Digital + gratis Wintermützen-Set + Gewinnchance für 19,80 €

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.