Zuletzt aktualisiert am 06.05.2022 um 10:25 Uhr

Insektenschutz

Das Insektenschutzpaket der Bundesregierung greift vor allem in den Pflanzenschutz ein. Es gehört zu den umstrittensten Vorhaben der Agrarpolitik. Es hat eine Welle an Bauernprotesten hervor gerufen.

Die Bundesregierung hat am 10. Februar 2021 nach langem Ringen die Entwürfe zum Bundesnaturschutzgesetz und zur Pflanzenschutzanwendungsverordnung aus dem Insektenschutzpaket verabschiedet. Im September 2019 hatte die Bundesregierung sich innerhalb des Agrarpaketes bereits auf erste Eckpunkte dafür geeinigt.

Das Paket zum Insektenschutz beinhaltet Pflanzenschutzverbote in nationalen Schutzgebieten und für Grünland und Wald auch in FFH-Gebieten, den Ausstieg aus der Glyphosat-Nutzung bis 2024, Gewässerrandstreifen beim Pflanzenschutzeinsatz und die Unterschutzstellung von artenreichem Grünland und von bestimmten Streuobstwiesen als Biotop. Zudem gibt es Vorschriften zur Eindämmung der Lichtverschmutzung und zur insektenfreundlichen Landschaftsplanung.

Das Insektenschutzpaket hat mit zu den großen Bauernprotesten geführt, die im Herbst 2019 mit Aktionen in Bonn und Berlin gestartet sind und dann in vielen weiteren bundesweiten Protesten mündeten.

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